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Frauenpower im leitenden Ehrenamt

Produktbild: Frauenpower im leitenden Ehrenamt
Margrit Lüdtke-Jansing

Frauenpower im leitenden Ehrenamt

Engagement im Sozialdienst katholischer Frauen

ISBN 978-3-7841-1849-9
1. Auflage, Juli 2008, Kartoniert/Broschiert, 328 Seiten
25,50
Lieferbar

Beschreibung

Diese Studie beschäftigt sich mit dem religiösen leitenden Frauen-Ehrenamt, das bisher weitgehend unerforscht ist.
Untersucht werden an den Schnittstellen von Frauenforschung und Verbandskatholizismus u.a. das Engagement von Katholikinnen im leitenden Ehrenamt, die Motivation für ihr Ehrenamt und die Familienstrukturen der befragten Frauen. Es wird deutlich, dass die heutigen Frauen nicht nur ein religionsorientiertes, sondern als Staatsbürgerinnen auch ein gemeinwohlorientiertes Engagement für sich in Anspruch nehmen.

Autoreninfo

Margrit Lüdtke-Jansing war viele Jahre als Dipl. Sozialwissenschaftlerin an einer Fachschule für Sozial- und Heilpädagogik als Studiendirektorin beschäftigt.
Neben ihrer hauptberuflichen Tätigkeit hat sie sich über 40 Jahre ehrenamtlich im Sozialdienst katholischer Frauen engagiert. Davon war sie zwölf Jahre als Vorstandsvorsitzende eines großen Ortsvereins, zehn Jahre im SkF Diözesanvorstand und acht Jahre im Zentralrat des SkF auf Bundesebene ehrenamtlich tätig.
Nach ihrer Pensionierung entstand bei ihr der Wunsch, ihre vielfältigen Erfahrungen über den SkF in einer wissenschaftlichen Arbeit zu dokumentieren.
An der Ruhr-Universität-Bochum schrieb sie bei der Frauenforscherin und Organisationssoziologin Prof. Dr. Ilse Lenz eine Dissertation zum Thema: 'Sozialengagement und Professionalisierung im leitenden Ehrenamt des Sozialdienstes katholischer Frauen.'

Als 73-Jährige wurde sie zum Dr.rer.soc. promoviert.

Inhalt

Inhalt

Vorwort

Einleitung

I. Der Sozialdienst katholischer Frauen als Frauen- und Fachverband in seinem historisch-gesellschaftlichen Kontext - Engagement und Professionalisierung seiner damaligen Repräsentantinnen im leitenden Ehrenamt

1 Gründung, Namensgebung, Aufgabenfelder und Strukturen des Vereins
1.1 Einführung
1.2 Zeitgeschichtliche Hintergründe, der Vereinsgründung
1.3 Die Gründerin Agnes Neuhaus und biographische Aspekte, die zur Vereinsgründung des SkF in der Ruhrgebietsstadt Dortmund führten
1.4 Vereinsstrukturen und Arbeitsweisen in der frühen SkF-Arbeit

2 Ausbreitung der SkF-Vereine im Deutschen Reich und der Zusammenschluss zum Gesamtverband
2.1 Von der örtlichen SkF-Arbeit in Dortmund zur überregionalen Arbeit in Westfalen und im Rheinland
2.2 Reichsweite Ausbreitung und Zusammenschluss aller Ortsvereine zu einem Gesamtverband
2.3 Einbindung des SkF in den Katholischen Frauenbund (KFB)

3 Repräsentantinnen im leitenden Ehrenamt des SkF in der Gründungsphase
3.1 Einführung
3.2 Soziale Herkunft der Repräsentantinnen
3.3 Mitgebrachte Professionalitäten und Nutzung von Weiterbildung
3.4 „Frauen helfen Frauen“ - wo die Motivquellen liegen
3.5 „Welch herrliches Ehrenamt“ - Selbstverwirklichungsmöglichkeiten im Ehrenamt

4 Bedeutung des Sozialdienstes katholischer Frauen für die damalige Gesellschaft und Kirche
4.1 Bedeutung des historischen SkF im Rahmen der damaligen Gesellschaft
4.2 Die Arbeit des frühen SkF und seine Bedeutung in der und für die damalige katholische Kirche

5 Rückblick aus heutiger Sicht auf den frühen Sozialdienst katholischer Frauen in seinem historisch-gesellschaftlichen Kontext

II. Untersuchungsplanung und Durchführung des Forschungsvorhabens über das heutige leitende Ehrenamt im Sozialdienst katholischer Frauen

1 Besonderheiten des über 100jährigen katholischen Frauenverbandes und seiner Repräsentantinnen
1.1 Duale Organisationsstruktur
1.2 Verantwortungsbereiche des Vorstandes
1.3 „S wie sozial, k wie kreativ, F wie flexibel“ - Die Arbeitsweisen der Frauen im leitenden Ehrenamt

2 Begründung und Eingrenzung des geplanten Forschungsvorhabens

3 Hypothesenerarbeitung für das geplante Projekt

4 Methodenauswahl und Datenerhebung
4.1 Schriftliche Befragung mit ergänzender Dokumentenanalyse - Erhebungsumfang der Befragung
4.2 Fragebogenkonstruktion mit inhaltlichen Schwerpunkten
4.3 Ergebnisse des durchgeführten Pretests
4.4 Probleme bei der Durchführung der Haupterhebung
4.5 Aufbereitung der erhobenen Daten
4.6 Reflexion nach der Auswertung

III. Sozialengagement und Professionalisierung im heutigen leitenden Ehrenamt des Sozialdienstes katholischer Frauen
1 Der Ursprung lag im Bauerntum und Handwerk, Angestellte und Beamte sind daraus hervorgegangen - Wo die Wurzeln der heutigen Repräsentantinnen liegen
1.1 Soziale Herkunft der Vorsitzenden
1.2 Soziale Schicht, in der die Vorsitzenden leben

2 Die verantwortlichen Frauen kommen nicht mit leeren Händen - Professionale Qualifikationen der Vorsitzenden und ihre Einstellung zur Weiterbildung
2.1 Mitgebrachte Qualifikationen der Vorsitzenden
2.2 Angebotene Professionalisierungsmöglichkeiten durch
Weiterbildung und die Nutzung durch die Vorsitzenden
2.3 Zusammenfassende Ergebnisse

3 Vorsitz in einer alternden aber agilen Gesellschaft - Altersstruktur der Vorsitzenden im heutigen SkF
3.1 Die „jungen Alten“ und ihre Ressourcen
3.2 Altersklassen der Vorsitzenden

4 „Ich kannte den SkF schon als Kind durch meine Mutter“ - Wie die Vorsitzenden zu ihrem Ehrenamt kommen und wie lange sie es ausüben
4.1 Übernahme des leitenden Ehrenamtes
4.2 Verweildauer im leitenden Ehrenamt

5 Leitendes Ehrenamt und persönliche Ressourcen - Wie sich die Vorsitzenden in ihrem Ehrenamt engagieren und zu einem zufriedenstellenden Arrangement kommen
5.1 Zeitkapazitäten, die dem SkF zur Verfügung gestellt werden
5.2 Arrangement zwischen Familie - Berufstätigkeit - Ehrenamt

6 Zwischenbilanz zur Frage, welche Frauenkreise das leitende Ehrenamt im SkF übernehmen und welche
Professionalitäten sie mitbringen
Exkurs: Impressionistische Skizzen zu den ungleich gleichen Schwestern

7 Organisationsstile in den Vereinen - Organisationsstrukturen und -prozesse in den SkF-Ortsvereinen
7.1 Vorgegebene Rahmenbedingungen in der Verbandsstruktur
7.2 Vereinsinterne Ausgestaltung des Organisationsstruktur-Rahmens und variable Organisationsprozesse in den Ortsvereinen
7.3 Typische Arbeitsfelder der Sozialarbeit in den Ortsvereinen
7.4 Prozentualer Mitgliederbestand der Ortsvereine
7.5 Fachpersonalbestand der Ortsvereine und Inanspruchnahme externer Dienste
7.6 Personalführungsqualitäten der Vorsitzenden und Einschätzung der eigenen Fachkompetenz durch die
Vorsitzenden
7.7 Zusammenarbeit zwischen den Vorsitzenden und ihren Vorstandskolleginnen
7.8 Zusammenarbeit zwischen den SkF-Ortsvereinen und deren Geistlichen Beratung
7.9 Kooperationen und Vernetzungen im Außenbereich der Ortsvereine

8 „Es ist für mich eine sinngebende Arbeit“ - Motive, die hinter dem Engagement im leitenden Ehrenamt stehen
8.1 Motive, die für die Übernahme des leitenden Ehrenamtes bei den ehemaligen Vereinsrepräsentantinnen von Relevanz waren
8.2 Motive, die für die heutigen Vorsitzenden bei der Übernahme des leitenden Ehrenamtes von Bedeutung
waren
8.3 Zusammenfassende Teilergebnisse

9 Frustrationstoleranz ziert ein Ehrenamt - Faktoren, die die ehrenamtliche Tätigkeit determinieren können
9.1 Angegebene Grenzen der Frustrationstoleranz von den Vorsitzenden im Hinblick auf ihre Leitungsfunktion im Verein
9.2 Sichtbarwerden von möglichen Stabilisierungsmechanismen für die Bewältigung von Konflikten
9.3 Bewusst eingesetzte Strategien der Vorsitzenden für Konfliktlösungen

10 Bedeutungsinhalte einer Selbstverwirklichung im leitenden SkF-Ehrenamt - Unterschiedliche Wege zur
Selbstverwirklichung
10.1 Selbstverwirklichung in der Sicht des SkF-Frauenverbandes im Kontext der Kirche
10.2 Bereiche, in denen die Vorsitzenden mögliche Selbstverwirklichung realisieren können

11 Zusammenfassende Ergebnisse der Datenerhebung

12 Resümee und Ausblick

Abkürzungsverzeichnis

Literaturverzeichnis

Die Autorin

Klappentext

Die Studie untersucht an Schnittstellen von Frauenforschung und Verbandskatholizismus das Engagement von Katholikinnen im leitenden Ehrenamt.

Durch eine bundesweite Befragung der leitenden katholischen Frauen des SkF wurde es möglich, in der empirischen Studie vielfältige und vielschichtige Antworten geben zu können, zum Beispiel über Familienstrukturen der befragten Frauen, die beachtliche Unterschiede zu den familiären Gegebenheiten gleichaltriger Bundesbürgerinnen zeigen.

Von zentraler Bedeutung erwies sich die Frage nach der Motivation bei den Befragten für ihr Ehrenamt.
In den Einstellungen vieler Katholikinnen zeigt sich ein Wandel, der deutlich werden lässt, dass die heutigen Frauen nicht nur ein religionsorientiertes, sondern als Staatsbürgerinnen auch ein gemeinwohlorientiertes Engagement für sich in Anspruch nehmen.

Textauszug

Ein gelayoutetes Probekapitel sowie das Inhalts- und Literaturverzeichnis finden Sie als PDF-Datei unter Sonstiges/Downloads.