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Manual zur Psychoedukation opiatabhängiger Menschen

Produktbild: Manual zur Psychoedukation opiatabhängiger Menschen
Georg Farnbacher (Hrsg.)

Manual zur Psychoedukation opiatabhängiger Menschen

ISBN 978-3-7841-1674-7
1. Auflage, Februar 2008, Kartoniert/Broschiert, 106 Seiten
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Inhalt

1 Einführung
1.1 Psychosoziale Interventionen in der Behandlung Drogenabhängiger
1.2 Begründung des Einsatzes von Psychoedukation in der Behandlung von Drogenkonsumenten
1.3 Zielvorstellungen von Psychoedukation in der Behandlung Drogenabhängiger
1.4 Behandlungsphilosophie
1.5 Bindung der Teilnehmer an die Psychoedukation durch Verstärkung

2 Vorbereitung
2.1 Setting
2.2 Tätigkeitsprofil der Gruppenleiter
2.3 Einführung in das Manual
2.4 Die Logik der Module und Themen in der Psychoedukation für Opiatabhängige Menschen

3 Die einzelnen Stunden
3.1 Die Einführungsstunde
3.2 Modul 1 Suchterkrankung
3.2.1 Stunde 1: Suchtverständnis
3.2.2 Stunde 2: Nebenwirkungen
3.2.3 Stunde 3a: Körperliche Gesundheit
3.2.3 Stunde 3b: Psychische Komorbidität
3.3 Modul 2 Ressourcen
3.3.1 Stunde 1: Ressourcenförderung
3.3.2 Stunde 2: Peergroup und Familie
3.4 Modul 3 Selbsthilfe und Strategien zur Problemlösung
3.4.1 Stunde 1: Navigation im Hilfesystem
3.4.2 Stunde 2: Umgang mit Risikosituationen
3.4.3 Stunde 3: Problemlösestrategien/ Selbsthilfe
3.5 Die Abschlusssitzung

4 Auffrischungssitzungen und Abschluss
4.1 Auffrischung und Abschluss
4.2 Mögliche Wiederholung der Gruppe
4.3 Auswertung

5 Literatur

Textauszug

Vorwort

Die Behandlung der Opiatabhängigkeit zeichnet sich durch einen Prozess der Diversifizierung aus. Die therapeutischen Interventionen reichen von der klassischen Abstinenztherapie bis zur Vergabe von reinem Heroin an schwerstabhängige Menschen. Die Ausweitung der Behandlungsangebote erweist sich als ein großer Fortschritt, da mehr Opiatabhängige die für sie adäquate Hilfe erhalten können. Hierbei hat sich die Substitutionsbehandlung mit Methadon und anderen Opiaten als „goldener Standard“ herauskristallisiert. Die begleitende psychosoziale Betreuung wurde ein selbstverständlicher und zentraler Bestandteil der Behandlung. Sie wurde eingeführt, ohne klare Vorgaben in Bezug auf die psychosozialen Bestandteile und ohne das Vorliegen der wissenschaftlichen Evidenz. Mittlerweile konnte jedoch gezeigt werden, dass verschiedene psychosoziale Maßnahmen den Verlauf der Substitutionsbehandlung positiv beeinflussen. Eine klare Identifizierung evidenzbasierter Betreuungselemente steht jedoch noch aus.
Eine in der Suchtbehandlung von Opiatabhängigen noch unbekannte Intervention ist die Psychoedukation . Dabei handelt es sich um eine Behandlungsform, die es schon seit vier Jahrzehnten gibt und die mittlerweile ihre Wirksamkeit bei der Behandlung von somatischen und psychischen Krankheiten unter Beweis gestellt hat. Die übergeordneten Ziele der psychoedukativen Interventionen, wie die Verbesserung des krankheitsbezogenen Wissens, die Reduktion von Ängsten, das Fördern der Compliance und der Ressourcen und nicht zuletzt die Verbesserung der sozialen Integration und Konfliktgestaltung sind dabei auch für Suchtpatienten von vorrangiger Bedeutung. Psychoedukation wird häufig als manualisiertes Gruppenprogramm angeboten - ein weiteres Novum in der Landschaft der psychosozialen Begleitbehandlungen. Als ein integraler Bestandteil des bundesdeutschen Heroinprojektes ergab sich die Möglichkeit, die Psychoedukation nicht nur als psychosoziale Begleitbehandlung einzuführen, sondern sie auch gleichzeitig in einem randomisierten und kontrolliertem Studiendesign auf ihre Durchführbarkeit und ihre Wirksamkeit zu überprüfen. Das Projekt wurde gefördert durch das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS) sowie die teilnehmenden Bundesländer und Städte.
Das vorliegende Manual wurde in der Heroinstudie geprüft, erfolgreich angewandt und weiterentwickelt und stellt einen neuen und nützlichen Baustein in der Behandlung suchtkranker Menschen dar. Mit diesem Manual soll es den Angehörigen psychosozialer Berufe ermöglicht werden, ein psychoedukatives Gruppenprogramm für Opiatabhängige anzubieten. Ähnlich wie bei der medikamentösen Behandlung wird es bei der psychosozialen Betreuung darauf ankommen, für jeden Betroffenen die adäquate Behandlungsform anwenden zu können. Ich wünsche diesem psychoedukativen Gruppenprogramm einen festen Platz in dem Kanon der Behandlungsangebote für Menschen mit Suchterkrankungen.

Hamburg, im März 2007
Christian Haasen

Eine erweiterte und gelayoutete Leseprobe finden Sie links unter Sonstiges/Downloads