Pathological Demand Avoidance (PDA) und Autismus

Pathological Demand Avoidance (PDA) sorgt seit einigen Jahren für wachsende Aufmerksamkeit: Kinder und Jugendliche mit stark ausgeprägtem Vermeidungs- und Abwehrverhalten werden zunehmend einem neuen Autismus-Subtyp zugeordnet. Doch was steckt hinter diesem Begriff? Handelt es sich um ein eigenständiges Profil oder um einen Selbstschutzmechanismus unter belastenden Bedingungen?
Dieses Buch beleuchtet PDA differenziert, zeigt Abgrenzungen zu anderen Phänomenen und gibt praxisnahe Empfehlungen für Pädagogik, Familien und Einrichtungen. Ziel ist es, vorschnelle Etikettierungen zu vermeiden und Wege zu finden, die Betroffenen und ihrem Umfeld wirklich helfen.

2 Fragen an Simone Hatami und Prof. em. Dr. Georg Theunissen

Das Buch ist besonders relevant für Fachkräfte und Eltern, weil es PDA differenziert und multiperspektivisch betrachtet. Das Autor:innen-Team des ZAK verbindet wissenschaftliche Einordnung mit neurobiologischen und beziehungsorientierten Erklärungen und zeigt, warum Abwehr- und Vermeidungsverhalten keine Frage des Wollens, sondern von Stress, Sicherheit und Selbstschutz ist. Zugleich bietet es Orientierung in einem stark verunsichernden Diskurs und eröffnet praxisnahe Perspektiven jenseits von Pathologisierung und Schuldzuweisungen.

„Das Buch lädt dazu ein, Abwehr- und Vermeidungsverhalten nicht als Störung, sondern als Signal zu verstehen und Beziehung, Sicherheit und Kontext in den Mittelpunkt von Entwicklung zu stellen." (Simone Hatami)

Fachliche Expertise, Eltern- und Innenperspektiven vereinen sich hier zu einer multiperspektivischen Betrachtung und zeigen Handlungsansätze für die Fachwelt auf, die auf einem beziehungsorientierten und verstehenden Ansatz beruhen- unabhängig von einem diagnostischen Label.

Rezensionsstimmen:

„In der aktuellen Diskussion um PDA legt dieses Werk erstmals eine fundierte und differenzierte Stellungnahme vor. Es verbindet alltagsnahe, handlungsorientierte Perspektiven mit einer wissenschaftlich und pädagogisch sorgfältig recherchierten Einordnung. Damit leistet es einen entscheidenden und längst überfälligen Beitrag zur fachlichen Auseinandersetzung mit PDA im Kontext von Autismus.“ (Leni Schütz, Diplom-Sozialpädagogin und Erzieherin)

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